Wenn ein Unglück sie (die Geduldigen) trifft, sprechen sie: »Wir sind von Allah, und zum Ihm sind wir Zurückkehrende.«

(Sura Al-Baqara, Vers 156)

Heute früh hat das saudische Regime 47 Menschen hingerichtet, unter ihnen der seit drei Jahren inhaftierte Gelehrte Scheich Nimr Baqir Al-Nimr. Er war der Leiter der Widerstandsbewegung gegen den saudischen Terror im Land.

Scheich Nimr war unter den saudischen Despoten für seine Reden gefürchtet, er nahm kein Blatt vor den Mund. Selbst jahrzehntelange Todesdrohungen hielten ihn nicht davon ab, die Tyrannei der Saudis anzuprangern; die saudische Unterstützung der Zionisten und ihre Massaker an der Bevölkerung Bahrains, sowie die Unterdrückung der Gläubigen im eigenen Land. Während wir uns im Westen mit Andeutungen und leisen Tönen zufriedengeben, manches gar verschweigen, rief seine Stimme klar und unüberhörbar zur Gerechtigkeit auf – gleich der Stimme unserer nigerianischen Geschwister. Hilflos behaupteten die Saudis, er und seine Bewegung sei eine Marionette des Iran. Lest, wie dieser Schahid darauf antwortet, ohne Angst, erfüllt vom Streben nach Allah:


Dieses saudische Regime behauptet, wir würden auf Befehl eines „fremden Landes“ handeln. Sie verwenden diese falsche Behauptung als Vorwand, um uns zu bekämpfen. Mit diesem „fremden Land“ meinen sie natürlich den Iran. Meinen sie vielleicht die Türkei, ein europäisches Land, die USA (welche alle Einfluss auf das Land ausüben)? Nein, sie meinen den Iran.

Im Dezember 1978, im Muharram, verteidigte die Bevölkerung des Dorfes Al-Awamiyya (schiitisches Dorf im Nordosten) ihre Ehre, als sie von saudischen Polizisten angegriffen wurde. Dies geschah am 10. Dezember 1978, also bevor der Schah im Iran abgesetzt wurde (er verließ am 16. Januar 1979 das Land), bevor die Islamische Republik gegründet wurde. An diesem Tag versammelten sich in Al-Awamiyya eine Gruppe von Menschen, um die Trauerfeierlichkeiten zu Ehren Imam Husseins (a.) zu begehen. Es war keine politische Versammlung, sie gefährdete nicht die Sicherheit. Dennoch griffen die saudischen Sicherheitskräfte an, und die Trauernden verteidigten sich. Sie verteidigten ihre Familien, ihre Religion, ihre Ehre. In dieser einzigen Nacht wurden einhundert von ihnen festgenommen. All dies ereignete sich vor dem Sturz des Schahs!

Wie könnt ihr Saudis von ausländischem Einfluss sprechen, wie könnt ihr uns das vorwerfen? Schämt euch! Wir sind nicht vom Iran angeleitet, noch von irgendeinem anderen Land. Wir sind geleitet von unseren Überzeugungen und wir werden sie verteidigen! Selbst wenn eure Medien immer wieder diese Lüge des ausländischen Einflusses über uns verbreiten.

Die „Schutzkräfte der Halbinsel“ (Militärbündnis der Golf-Staaten) und die Saudische Armee stecken im Sumpf von Bahrain fest, finden keinen Ausweg. Sie haben ihre militärischen Ziele in Bahrain nicht erreicht. Und wenn sie zu hierher zu uns kommen, werden sie sich in einem noch schlimmeren Sumpf wiederfinden, weil wir in Saudi-Arabien leben. Unser Widerstandsgeist entspringt nicht der Gewalt, sondern unserer Entschlusskraft, unserer Religion und unserer Standhaftigkeit, mit der wir uns verteidigen werden. Wir sind fest entschlossen, Widerstand gegen eure Tyrannei zu leisten – und wir werden nicht aufgeben!

Entweder leben wir als freie Menschen auf dieser Erde, oder wir sterben und werden als fromme Menschen in ihr begraben.

Ihr könnt nichts tun, außer uns zu töten. Und wir erwarten mit Freude das Martyrium auf dem Wege Allahs. Das Leben endet nicht mit dem Tod eines Menschen. Das wahrhaftige Leben beginnt erst nach dem Tod. Entweder leben wir als freie Menschen auf dieser Erde, oder wir sterben und werden als fromme Menschen in ihr begraben. Eine andere Wahl haben wir nicht!


Dieses Zitat habe ich einem Teil des folgenden Videos entnommen und sinngemäß übersetzt:

Autor: Huseyin Özoguz

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